Flutar
Tango! Mehr als nur ein Tanz
Tango-Texte & Original-Tangos - eine Lesung mit Musik

FLUTAR

DANZAS

STERNE

SONNE

1953

JAPAN

BRASIL

BIRDS

HEART

FLUBASSTAR

FANTANGO

MP3

FOTOS

KONTAKT

LINKlS

Josefine Ganahl - Wallner - Sprecherin
Martin Vallaster - Flöte
Gerhard Ganahl - Gitarre

Josefine Ganahl - Wallner, germanistische und literarische Weiterbildung in Seminaren, Sommerakademie an der Schule für Dichtung in Wien, Klasse H.C. Artmann, liest Texte von Enrique Santos Discepolo, Homero Manzi, Cátulo Castillo, Jorge Luis Borges und andere.

Dazwischen spielt FLUTAR Tangos aus den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts. Gerade diese frühen Tangomelodien der sogenannten "guardia vieja", der "Alten Garde", wurden schnell zu "Standards", vergleichbar dem Jazz, die immer wieder neu arrangiert und ausgeschmückt wurden. Nach diesen "Hits" oder "Evergreens" erklingen Meisterwerke des Tangokönigs Astor Piazzolla.

An der Geschichte des Tango haben die Textdichter einen ebenso wichtigen Anteil wie die Komponisten, Musiker und Sänger. 1930 spekulierte Jorge Luis Borges, daß irgendwann in der Zukunft (er dachte dabei an das Jahr 1990) anerkannt würde, daß die ´wahre Poesie unserer Zeit´ nicht in den Werken konventioneller argentinischer Dichter, sondern in den in populären Zeitschriften veröffentlichten Tangotexten zu finden sei. Seit in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Tangomelodien erstmals Texte hinzugefügt wurden, sind viele Tausende dieser Texte geschrieben worden. Die allerersten waren improvisiert und sind, vielleicht wegen ihres obszönen Inhalts - Hinweise auf Bordelle waren an der Tagesordnung -, nur selten überliefert. Aber durch Pascual Contursi nahmen Tangotexte im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts eine definitive Form an. Auch bestimmte, sehr typische Gestalten fanden nun Erwähnung in den Texten, nicht zuletzt der compadrito mit seinen elenden Lebensumständen und dem, was ihn beschäftigte oder prägte: Heimweh nach dem Elternhaus, unglückliche Liebesaffären, Liebe zur idealisierten Mutter, Armut, Melancholie und Fatalismus.